Der Hochaltar der Wallfahrtskirche


Foto des Hochaltars

Den heutigen Hochaltar stiftete 1749 der Mainzer Erzbischof Friedrich Karl von Ostein auf Grund eines Gelübdes. Dadurch hat der höchste deutsche Kirchenfürst das Dieburger Heiligtum aus der Reihe aller deutschen Gnadenstätten hervorgehoben. Der kurfürstliche Baumeister Johann Peter Jäger wählte vier tragende Marmorsäulen für den schwarzen Architrav, über dem vier Voluten eine reiche Bekrönung halten. Im Giebelfeld erglänzt die Kurfürstenkrone, zuoberst thront ein Pelikan, das Sinnbild der aufopfernden Seelsorge. Für das Gnadenbild ist eine Nische ausgespart; darüber prangt das Osteinische Wappen mit dem Spruchband EX VOTO (= auf Grund eines Gelübdes). Jäger hat über das gesamte Altarwerk und die sichtbaren Wandflächen seine dezent vornehme Stukkierkunst ausgegossen. Geistliche und weltliche Gewalt, wie sie vereint waren im Doppelamt des Erzbischofs und Kurfürsten, sind in den Altarheiligen versinnbildlicht, nämlich St. Johann von Nepomuk und St. Valentinus, ferner die beiden Könige (wohl Karl der Große und Ludwig der Heilige).



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